Post am Rochus     2019 | 05

Nach Wien Mitte hat nun auch der Rochusmarkt ein zeitgemäßes Gesicht – Dank der Post, die sich mit dem Umzug ihrer Unternehmenszentrale in den Dritten einen Tapetenwechsel gegönnt hat. Das Gagerlgelb, das posthornmäßig in unseren Köpfen schrillt, wird jetzt nur sparsam eingesetzt. Die neue Post beeindruckt mit zeitgenössischer Kunst aus Österreich.

Im lichtdurchfluteten Atrium stehen dem denkmalgeschützten Gebäude aus den 1920ern Sichtbetonwände des Neubaus gegenüber. Der alten Art-Deco-Fassade blicken Bilder von Suse Krawagna oder Hubert Schmalix entgegen. Der Maler Hubert Scheibl sagt dazu, sie müssen besser sein als die Aussicht. Ex aequo, meint die Mari.

Hinter den Innenhoffassaden von Peter Kogler wiehert kein Amtsschimmel. Dort verfolgen in hierarchiebefreiten Büros 1.100 motivierte Postler die Philosophie des Desksharing. Und alles dreht sich um die zentrale, Etagen verbindende Skulptur „Wirbelsäule“ von Hans Kupelwieser.

Die Post will eben kein Amt mehr sein und präsentiert sich als innovatives Logistikunternehmen. Unternehmerisch | Teamfähig | Offen lautet ihr zukunftsorientiertes Gesamtkonzept – von den Architekten Schenker Salvi Weber zusammen mit feld72 mehrfach preisgekrönt umgesetzt.



Das hat der Mari auch gefallen
In einer stillgelegten Mühle